Bewegung, Spiel und Sport sind elementare und unverzichtbare Bestandteile einer ganzheitlichen kindlichen Entwicklung. Sie können in vielfältiger Weise nicht nur die körperliche, sondern auch die sprachliche, emotionale und intellektuelle Entwicklung positiv beeinflussen und einen bedeutsamen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung leisten. Bewegung, Spiel und Sport schaffen gerade im Kindesalter wichtige Ressourcen für ein gesundes Leben und wirken sich positiv nicht nur auf Schulleistungen, sondern auch auf die sozialen Beziehungen von Lehrenden und Lernenden aus.HBC_Home1

Mit dem Hessischen Bewegungscheck, der ab diesem Schuljahr als Teil des Landesprogramms „Sportland Hessen bewegt“ als Pilotprojekt in zunächst drei Hessischen Schulamtsbezirken eingeführt wird, möchte das Hessische Ministerium des Inneren und für Sport gemeinsam mit den Hessischen Sportkreisen die Grundlage schaffen für einen Austausch zwischen Eltern, Schulen und örtlichen Sportvereinen über die Notwendigkeit körperlicher Aktivität für die motorische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Mittelfristige Zielsetzung ist es, auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse, altersgerechte Interventionsmaßnahmen und Förderangebote anzubieten, um Handlungskompetenzen für die Umsetzung eines bewussten und gesundheitsgerechten Lebensstils zu erlangen. Damit erfüllt der Hessische Bewegungscheck eine Kernforderung sowohl des Deutschen Olympischen Sportbundes wie auch der Kultusministerkonferenz, nach der die motorischen Fähigkeiten von Kindern bereits im Grundschulalter erfasst werden sollen, um ihnen adäquate Sportangebote zukommen lassen zu können.

Der Hessische Bewegungscheck besteht aus zwölf motorischen Aufgaben, die Aufschluss geben über motorische Basiskompetenzen sowie grundlegende konditionelle Fähigkeiten. Der Hessische Bewegungscheck wird durch speziell geschulte Testhelfer*innen des jeweiligen Sportkreises in allen dritten Klassen der teilnehmenden Schulen durchgeführt. Die Ergebnisse werden im Anschluss an das Institut für Sportwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt übermittelt, dort ausgewertet und in Form individueller Rückmeldungen an die Eltern versandt, um ihnen eine Rückmeldung zum Bewegungskönnen Ihres Kindes zu geben. Ausdrücklich erwünscht ist dabei auch die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen, auch wenn diese gegebenenfalls einige der Aufgaben nicht oder nur teilweise ausführen können.

Der Startschuss der Maßnahme fällt in der Region Rheingau-Taunus und soll sukzessive auf weitere Kreise ausgedehnt werden. Wir freuen uns darauf, mit allen Beteiligten einen Beitrag für mehr Bewegung im Kindesalter und den damit verbundenen vielfältigen positiven Effekten leisten zu können.

 

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